23.06.2009, 09:44
Da sitze ich nun mit nacktem Hintern auf Frau Dr. Wehmeyers Behandlungsbänkchen. Spitzer Mund, Lesebrille, weißer Kittel und eleganter Kurzhaarschnitt. So eine Frau vom Typ „Gnade für den Kofferträger“. Ein summendes Androgynchen, Vaters Praxis übernommen. Wie eine Goldschmiedin lässt sie meinen Penis durch ihre Finger gleiten. Der Schwanzaufhub funktioniert auf diese Weise.
„Jetzt husten Sie bitte einmal kurz.“ Ich huste und das geht auch recht schön. Die Plastikhaut über dem Schaumgummi klebt am Arsch, es ist wie in einem alten Opel mit schwarzen Kunstledersitzen im Spätsommer bei fünfzig Grad Celsius. Das drahtige kleine Wesen steht auf, stöckelt und latscht gleichzeitig hin und her.
„Die Sache ist die, Sie sind noch Mann, aber auf der Schwelle zum Herrn! Es gilt also vorher Gymnastik, Gymnastik, Gymnastik. Danach viel Schlaf und frisches Wasser und Wärme, Wärme, Wärme!“
Mit diesen ihren äußerst geschickten Fingern zieht sie eine Spritze auf, um meinen Lenden eine Erfrischungskur zu verpassen.
„Verzeihen Sie, wenn ich etwas ungeduldig erscheine!“, sagt Androgynchen, „aber ich muss mal gleich oben nach meiner Mutter sehen. Sie hat sich des Nachts wieder vollgemacht, die werte Dame!“
„Ach Gott wie Undankbar!“
„Sie sagen es. Vater und ich wissen sich bald keinen Rat mehr. Ich weine mich abends schon in seine Kuschelhasen!“
Ich streichle tröstend ihre knochige Schulter, während sie das erstarkte Werk in ihren Händen betrachtet. Ja, Androgynchen hat an Vaters starker Brust wohl gelernt, wie man Wasser zu Wein macht.
„Ich wäre gern ihr Scheibenkäse in ihrem Sandwich!“, gesteht sie mir zum Abschied.
Erst viel später, bei der Heimfahrt im Bus, entdecke ich, dass ich sämtliche Beinkleider in der Praxis vergessen habe. Das Schöne aber ist, belächelt werde ich deswegen von niemandem.
23. Juni 2009
„Jetzt husten Sie bitte einmal kurz.“ Ich huste und das geht auch recht schön. Die Plastikhaut über dem Schaumgummi klebt am Arsch, es ist wie in einem alten Opel mit schwarzen Kunstledersitzen im Spätsommer bei fünfzig Grad Celsius. Das drahtige kleine Wesen steht auf, stöckelt und latscht gleichzeitig hin und her.
„Die Sache ist die, Sie sind noch Mann, aber auf der Schwelle zum Herrn! Es gilt also vorher Gymnastik, Gymnastik, Gymnastik. Danach viel Schlaf und frisches Wasser und Wärme, Wärme, Wärme!“
Mit diesen ihren äußerst geschickten Fingern zieht sie eine Spritze auf, um meinen Lenden eine Erfrischungskur zu verpassen.
„Verzeihen Sie, wenn ich etwas ungeduldig erscheine!“, sagt Androgynchen, „aber ich muss mal gleich oben nach meiner Mutter sehen. Sie hat sich des Nachts wieder vollgemacht, die werte Dame!“
„Ach Gott wie Undankbar!“
„Sie sagen es. Vater und ich wissen sich bald keinen Rat mehr. Ich weine mich abends schon in seine Kuschelhasen!“
Ich streichle tröstend ihre knochige Schulter, während sie das erstarkte Werk in ihren Händen betrachtet. Ja, Androgynchen hat an Vaters starker Brust wohl gelernt, wie man Wasser zu Wein macht.
„Ich wäre gern ihr Scheibenkäse in ihrem Sandwich!“, gesteht sie mir zum Abschied.
Erst viel später, bei der Heimfahrt im Bus, entdecke ich, dass ich sämtliche Beinkleider in der Praxis vergessen habe. Das Schöne aber ist, belächelt werde ich deswegen von niemandem.
23. Juni 2009
